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Seminar

Das Capability Maturity Model - CMM als unerläßlicher Bestandteil jeder professionellen Software-Entwicklung

Arbeitsbereich/Prüfungsfach: Informatik und Gesellschaft

Dozent: Privatdozent Dr. Thomas Kropf
zusammen mit Dr. Jürgen Ruf

Motivation und Inhalt

Wer kennt das nicht:

Das alles ist nicht neu. So hat (wie so oft) das amerikanische Verteidiungsministerium bereits 1987 das das SEI (Software Engineering Insitute) an der Carnegie-Mellon Universität damit beauftragt einheitliche Richtlinien und Prozessmodelle zu erarbeiten, die o.a. Situationen vermeiden sollen. Dies führte zum "Capability Maturity Model for SW" kurz SW-CMM.

Das SW-CMM unterscheidet 5 Reifegrade ("Level"), die eine SW-produzierende Organisation erreichen kann.

Mit zunehmendem Level steigt die Fähigkeit, SW "in time, in budget, in spec" zu erstellen an. Die meisten Firmen und Institute, die professionell SW produzieren verwenden mittlerweile dieses Modell oder sind gerade dabei es einzuführen. Der grosse Erfolg des SW-CMM hat mittlerweile sogar dazu geführt, dass es auf den gesamten Systementwurf erweitert wurde und eine ganze Prozessfamilie um CMM entstanden ist (CMMI, ...). Fast immer lässt sich feststellen, dass bei SW-Projekten, die wie oben beschrieben "aus dem Ruder laufen" nicht nach CMM oder verwandten Modellen gearbeitet wird.

In diesem Seminar wollen wir gemeinsam die Grunlagen des SW-CMM erarbeiten. Dabei wird klar werden, welche Faktoren den Erfolg eines SW-Projekts kritisch beeinflussen, welche Maßnahmen das SW-CMM dafür bereitstellt, worin sich die verschiedenen "Levels" unterscheiden und welche aktuellen Weiterentwicklungen wie CMMI zur Zeit verfolgt werden.

CMM ist ein Prozessmodell und wird damit zu den "Management Practices" gezählt. Eine andere Dimension der SW-Entwicklung sind die "Engineering Practices" wie der "Product Line Approach", bei dem es darum geht, SW-Architekturen so zu entwerfen, dass daraus auf einfache Weise Varianten abgeleitet werden können. Die "Engineering Practices" sind nicht Bestandteil des Seminars - diese bearbeiten wir ggf. in einem späteren Seminar.

Und warum veranstalten wir so ein Seminar? Aus ganz egoistischen Motiven. "Hauptamtlich" arbeite ich nicht an der Uni sondern leite die SW-Abteilung eines innovativen Produktbereichs des weltweit zweitgrößten Automobilzulieferers (siehe hier). Wir haben festgestellt, dass leider nur sehr wenige Berufsanfänger der Informatik wissen, was es mit CMM wirklich auf sich hat. Dabei ist dieses Arbeitsmodell Grundlage all unserer SW-Projekte - so wie bei allen Firmen, die professionell SW entwickeln. Wer dieses Seminar erfolgreich absolviert hat zumindest die Grundzüge dieses Prozessmodells verstanden und hat es damit in der späteren beruflichen Praxis deutlich leichter danach zu arbeiten.

Offizielle Ankündigung im vernetzten Vorlesungsverzeichnis.

Randbedingungen für Ausarbeitung und Vorbereitung befinden sich hier. CMM - und damit auch dieses Seminar - hat sehr viel mit Zuverlässigkeit und Planbarkeit zu tun.

Zeit & Ort

Das Seminar fand als Blockveranstaltung am 24. und 25.07.03 statt. Die folgende Tabelle enthält eine Liste der Seminarthemen mit Verweisen auf die Präsentationsunterlagen (Powerpoint bzw. PDF) sowie die Ausarbeitungen (PDF).

Seminarunterlagen

Thema Vortragender Folien Ausarbeitung
Das SEI (SW Enginieering Insitute) und CMM -
Historie und Zertifizierungsphilosophie/-methodik
Bernhard Thomaszewski
CMM Level 2 Michael Büttner, Michael Eichler
CMM Level 3 Stefan Doberenz
CMM Level 4 Sascha Wagner
CMM Level 5 Markus Mattes
CMMI - Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu CMM Thomas Grosser
Team SW Process (TSP, ggf. auch PSP) Elias Volanakis

History

Betreuung

Das Seminar wurde von Jürgen Ruf und Thomas Kropf durchgeführt. Diese können hier erreicht werden (bitte "löschen" aus Email-Adresse löschen:

Jürgen Ruf
Sand 14, R. 221
Tel.: (07071) 29-74706
Email: ruf@löscheninformatik.uni-tuebingen.de
Thomas Kropf
Sand 14, R. 221
Tel.: (07071) 29-74706
Email: kropf@löscheninformatik.uni-tuebingen.de


Letzte Änderung: 16.12.2003 durch Thomas Kropf