Im Berichtszeitraum stand die Entwicklung neuer Methoden für den Entwurf ,,eingebetteter Systeme`` für die industrielle Automation im Vordergrund. Hierzu wurde eine flexible Entwurfsumgebung für eingebettete Systeme erstellt, die speziell auf die Erfordernisse des Bereichs der industriellen Automation abgestimmt ist. Berücksichtigt wurden moderne 32-Bit Mikrocontroller und anwenderprogrammierbare Hardware (FPGAs), aber auch dedizierte ASICs bzw. ASIPs und Schnittstellen. Die realisierte Entwurfsumgebung ermöglicht eine Analyse und Evaluierung unterschiedlicher System-Architekturen, um hieraus ebenen- und komponentenübergreifende Modelle und Methoden für den Entwurf eingebetteter Systeme ableiten zu können.
Eine erste Stufe der Implementierung besteht in der Bereitstellung einer FPGA-Entwurfsumgebung, die prototypisch implementiert wurde und sich bereits bei einigen Applikationen (ASI-Mehrstranglösungen, Profibus-Monitor) bewährt hat. Im Vordergrund der Konzeption stand nicht so sehr, eine Plattform mit mehreren FPGAs zu erhalten, auf die ein Entwurf partitioniert werden kann. Vielmehr wurde das Ziel verfolgt, eine FPGA-Infrastruktur mit mehreren FPGAs unterschiedlicher Technologien, Komplexitäten und Geschwindigkeiten bereitzustellen, die es ermöglicht, noch während der Testphase ein gegebenes Design relativ einfach auf unterschiedliche Bausteine zu portieren. Somit ist erst in einer späten Designphase die endgültige, kostengünstigste Realisierung anhand der evaluierten Leistungserfordernisse festzulegen.